„Music for …“ – Das Projekt 2026 (25.-30.10.)


→ Eckdaten und Anmeldung

Die große Arbeitsphase des LJE BW steht in diesem Jahre unter dem Motto „Music for …“ Wir entwickeln gemeinsam für uns und andere Menschen unsere eigene Musik – ausgehend von ersten Einfällen, die wir im April in Stuttgart gesammelt haben und die seitdem weiter ausformuliert worden sind.

Unter der Leitung von Lena Sefrin und Philipp Vandré erproben wir das Material, nehmen eure Ergänzungen auf und führen das alles im abschließenden Konzert auf.

Komponieren – Experimentieren – Improvisieren – Musizieren

Wenn du selbst ein Instrument spielst und/oder es liebst, mit Klang zu experimentieren und deine eigene Musik zu erfinden, freuen wir uns auf dich!

(Natürlich kannst du dich auch anmelden, wenn du im April noch nicht dabei warst.)

Portrait Lena Sefrin

Lena Sefrin studierte Musik mit den Schwerpunkten Dirigieren und Gesang an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim (Dirigierklassen von Klaus Eisenmann und Georg Grün) sowie Romanistik/Spanisch an den Universitäten Mannheim und Mainz. Künstlerische Impulse erhielt sie darüber hinaus bei Karl-Heinz Bloemeke und Milko Kersten sowie in der Begegnung mit Gustavo Dudamel und dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar. Ihre sängerische Ausbildung vertiefte sie bei Andreas Karasiak, Franz Vitzthum und Patrizia Rosario (Royal College of Music London) sowie in Meisterkursen bei Emma Kirkby.

Mehrjährige berufliche Stationen führten sie nach Ecuador und England, wo sie als Sängerin, Dirigentin und Musikpädagogin tätig war – unter anderem an der Deutschen Schule Quito und der Deutschen Schule London. In London leitete sie Chöre und Orchester, verantwortete Musicalproduktionen sowie die musikalische Leitung und Choreinstudierung einer Opernproduktion von Humperdincks Hänsel und Gretel in Kooperation mit dem Philharmonia Orchestra Richmond upon Thames. Zudem war sie regelmäßig an Konzertveranstaltungen der Deutschen Botschaft London beteiligt und engagierte sich als Organisatorin und Jurorin bei „Jugend musiziert“ London.

Als Sopranistin konzertiert Lena Sefrin solistisch und im Ensemble, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Barockmusik und historisch informierter Aufführungspraxis. Sie arbeitet eng mit dem Ensemble Paulinum Worms und dem Karlsruher Barockensemble zusammen. Regelmäßige Konzerttätigkeiten führen sie an die Hofkirche nach Dresden. Instrumental trat sie als Solotrompeterin mit dem Orquesta Sinfónica de Guayaquil Ecuador auf und war langjähriges Mitglied des Bewegungschors am Nationaltheater Mannheim, wo sie in Opern- und Theaterproduktionen auf der Bühne stand.

Ein zentraler Schwerpunkt ihres Wirkens liegt in der künstlerischen Nachwuchsförderung und der Vermittlung zeitgenössischer Musik. Seit 2025 leitet sie gemeinsam mit Philipp Vandré das Landesjugendensemble Neue Musik Baden-Württemberg. Die Arbeit mit jungen Musikerinnen und Musikern versteht sie dabei als offenen künstlerischen Prozess: Neue Musik wird nicht nur erprobt, sondern als lebendiger Erfahrungsraum erschlossen – als Einladung, ungewohnte Klangsprachen zu entdecken, ästhetische Grenzen zu hinterfragen und eigene musikalische Ausdrucksformen zu entwickeln. Ihr pädagogisches Wirken ist geprägt von der engen Verbindung künstlerischer Praxis, internationaler Perspektiven und innovativer Vermittlungsformate.

Neben ihrer Tätigkeit als Musik- und Spanischlehrerin am Gymnasium wirkt sie als Multiplikatorin für Musik am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg.

Portrait von Philipp Vandré

Philipp Vandré kommt aus einer Musikerfamilie. Er sang im Bremer und Windsbacher Knabenchor, lernte Geige, Bratsche, Klavier, Cembalo, Orgel, Akkordeon und Dirigieren. In den Studienjahren prägten ihn die Pianisten Leonard Hokanson und Raymund Havenith, der Dirigent Sergiu Celibidache sowie die Komponisten Hans Otte und Rolf Riehm.

Seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn in die Musikzentren Europas und nach Amerika. Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit wurde die Musik der Moderne. Er konzertierte mit Luciano Berio, Pierre Boulez, Peter Eötvös, Steve Reich, immer wieder auch mit dem Ensemble Modern, RSO Frankfurt, dem Orchester des Nationaltheaters Mannheim u.v.a. Insbesondere seine Aufnahmen mit Werken von John Cage und Morton Feldman erhielten international hohe Anerkennung.

Neben dem Musizieren komponiert er Instrumental- und Vokalmusik, bearbeitet Opern, verfasst Texte über Musik sowie über Methodik und Didaktik der Kompositionslehre. Er lehrte an verschiedenen Hochschulen, leitet aktuell die Musiktheorie an der Young Academy der HfMDK Frankfurt sowie seit vielen Jahren die Musiktheorie und Komposition an der Stuttgarter Musikschule und konzipierte Kompositionsworkshops für Schulen und Konzerthäuser. Er war viele Jahre Mitglied des Präsidiums der JMD, Leiter des Bundeswettbewerbs Jugend komponiert und setzte sich für das Programm Ethno der JMI ein.

Die Unterbringung erfolgt in Zweibett- und Mehrbettzimmern im Haus Schönblick, idyllisch gelegen über Schwäbisch Gmünd. Proben und Konzert finden in Räumlichkeiten der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd statt (Alte PH). Der Transfer zwischen Unterkunft und Probenort wird gemeinschaftlich organisiert.

Zielgruppe: musikalisch erfahrene Jugendliche von 12-21 Jahren

Kostenbeitrag pro Person inklusive Unterkunft & Verpflegung: 140€

Anreise: Sonntag, 25.10.2026, 14-15 Uhr
Ort: Schönblick, Willy-Schenk-Straße 9, 73527 Schwäbisch Gmünd

Konzert: Freitag, 30.10.2026, 16 Uhr
Ort: Festsaal der Alten PH, Lessingstraße 7, 73525 Schwäbisch Gmünd
Abreise nach Abbau: ca. 18 Uhr

Fragen und Anmeldungen bitte an lje[ät]neuemusikbw.de